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Infektionsschutz in unserer Praxis


Die Corona- Krise 2020 (Virus SARS-CoV-2) nehmen wir zu Anlass unser Praxishygienekonzept weiter zu entwickeln.

Wenn Sie keine infektiöse Erkrankung oder derartige Symptome haben, gibt es keinen Grund für eine eingeschränkte zahnärztliche Behandlung.

Zum Schutz für Sie als Patient und auch zum Schutz des Praxisteams vor infektiösen Krankheitskeimen wie z.B. Viren, Bakterien und Pilzinfektionen, bitten wir Sie um Ihre Mitwirkung.

Wenn Sie eine infektiöse Erkrankung haben (Grippe, Fieber, Schnupfen, Husten, Magen-Darm-Infektionen o.ä.), warten Sie mit einem Behandlungstermin bitte solange, bis 8 Tage nach Abklingen der Symptome vergangen sind. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie starke Zahnschmerzen haben.

Wenn Sie starke Zahnschmerzen haben und trotz Krankheitssymptomen nicht warten können, erhalten Sie einen Schmerzbehandlungstermin am Ende eines Behandlungstages mit den entsprechenden Arbeitsschutzmaßnahmen der Schutzstufe 3 der Biostoffverordnung. Das bedeutet, unser Team wird Sie mit einer erweiterten Schutzkleidung behandeln. Bitte melden Sie sich hierfür telefonisch an und wir vereinbaren dafür einen Termin. Das ist nicht schlimm, jeder kann mal erkältet sein oder irgendeinen Infekt haben. Wir wissen dann alle nicht welche Erreger das wohl sind. Aber zum Schutz für alle, können wir Sie dann isoliert vom üblichen Praxisbetrieb behandeln. So gibt es mehr Sicherheit und Vertrauen für alle Patienten und Mitarbeiter. 

Für jeden Patienten und Besucher gilt: 

Bitte beim Betreten der Praxis zunächst die Hände desinfizieren und entsprechende Abstände innerhalb der Räume einzuhalten.  Wir bitten Sie darum die Praxis mit einem Mund-Nasenschutz zu betreten. Auch wenn das Einhalten von 1,5 Meter Abstand ausreichend sein dürfte um eine Aerosolübertragung zu verhindern, so gibt es viele Mitmenschen die sich zur Zeit nur mit "Maske" sicher fühlen.  Generell ist eine Zahnarztpraxis ein Bereich in dem Hygienestandarts eingehalten und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden. Ein Infektionsrisiko ist geringer als in vielen anderen Bereichen des alltäglichen Lebens. 

Bleiben Sie, oder werden Sie gesund,

Ihr Praxisteam

Entwicklung SARS-CoV-2, Stand 08.02.2021:

1.      Keine bekannte Infektion in einer Zahnarztpraxis in HH.

2.      Die Saison der artverwandten Coronaviren ging 2019/2020 von KW43bis KW11(Mitte März)(Quelle: uniklinikum-leipzig.de)

3.      Ca. 1/3 aller positiv getesteten haben keine Symptome (Verlauf unbemerkt)

4.      Ca. 35% der Bevölkerung könnte Gedächtnis-Abwehrzellen gegen Covid-19 haben, bedingt durch Kreuzreaktionen aus alten Erkältungen mit Beteiligung anderer Coronaviren (Quelle *Braun J, Loyal L, Frentsch M et al. SARS-CoV-2-reactive T cells in healthy donors and patients with COVID-19. Nature (2020). doi: 10.1038/s41586-020-2598-9)

5.      Kinder und Jugendliche haben bekanntlich nur einen „leichten oder symptomlosen Verlauf“ (15,3% der Bevölkerung)

6.      2,37% der Bevölkerung hat die Infektion bereits überstanden (Statista) und ist unter Vorbehalt immun.

7.      3,38% der Bevölkerung ist bereits geimpft (Statista) und somit unter Vorbehalt immun.

8.      Bislang hatten nur 0,081% der Bevölkerung einen schweren Verlauf der Erkrankung mit intensivmedizinischer Betreuung (68.248 Fälle laut Statista)

Somit sind bereits jetzt über 50% der Bevölkerung höchstwahrscheinlich nicht gefährdet einen schweren Verlauf zu bekommen. Die Viren-Saison geht wahrscheinlich im März erst einmal zu Ende. Bleiben Sie entspannt und halten Sie sich und Ihre Mundhöhle fit. Frische Luft, wenn immer es geht ohne Maske, gute Zahn-und Mundpflege, Gurgeln, Vitamine und gesundes Essen. Vertrauen Sie Ihrem Immunsystem und trainieren Sie es auch, sofern Sie nicht durch Vorerkrankungen geschädigt sind. 

Weitere Informationen (Der folgende Beitrag ist meine derzeitige Meinung im Juni 2020 und nur für Leser bestimmt, die diese erfahren möchten. Dr. Ulf Lestiboudois): 

Als Folge der „Corona-Krise 2020“ bleibt eine erhöhte Sensibilität für den Schutz vor Krankheitserregern bestehen. Die Verunsicherung verantwortlicher Behörden, Medien und somit der Bevölkerung sowie die Kontroversen der medizinischen Experten, lassen eine unterschwellige Angst vor den Auswirkungen von Krankheitserregern zurück. Auch wenn sich in der Sache nichts geändert hat, so sollten wir die erhöhte Sensibilität der Bevölkerung/Patienten mit entsprechenden Maßnahmen würdigen. Zu Ihrer Sicherheit möchten wir Ihnen Informationen zum Schutz für Patienten und Mitarbeiter geben, die es Ihnen auch weiterhin gestatten vertrauensvoll medizinische Dienste in Praxen in Anspruch zu nehmen.  Medizinische und zahnmedizinische Praxen haben Regeln und Verordnungen zum Schutz vor Infektionsausbreitung zu befolgen, die sich aus dem Infektionsschutzgesetz, den technischen Regeln für biologische Arbeitsstoffe (TRBA) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ergeben, und die den Richtlinien des Robert-Koch-Institutes (RKI-Richtlinien) folgen. Diese werden ständig aktualisiert und sind auch an das Virus SARS-CoV-2(Corona-Covid19) angepasst worden.

Je nach Gefährlichkeit für den Einzelnen oder für die Allgemeinheit, erhalten Krankheitserreger eine Zuordnung in eine Risikogruppe. SARS-CoV-2 gehört z.B. in die Risikogruppe 3. Bis zu dieser Risikogruppe ist eine Behandlung nach Voranmeldung, in Praxen die entsprechend ausgerüstet sind in Ausnahmefällen möglich. Bis zum Zeitpunkt der offiziellen Beendigung der SARS-CoV-2-Pandemie müssen wir jeden Patienten mit akuten Grippe-Symptomen in die Risikogruppe 3 einstufen. Bitte machen Sie ehrliche Angaben zum Schutz für alle, und lassen Sie sich dann im Schmerzfall einen gesonderten Termin nach Voranmeldung bei uns geben.

Epidemien sind zeitlich und örtlich begrenzte Infektionskrankheiten mit vielen Erkrankten. Pandemien sind dagegen örtlich unbegrenzt und betreffen im Fall von SARS-CoV-2 nahezu den gesamten Globus. Epidemien oder Pandemien, die sich weitgehend auf bestimmte Risikogruppen begrenzen sind noch nicht speziell bezeichnet. Dennoch ist in Zeiten von Pandemien die Sensibilität und die Angst der Bevölkerung deutlich erhöht. Es gibt derzeit keinen Beweis für die erhöhte Ansteckungsgefahr in medizinischen und zahnmedizinischen Praxen, wenn die o.g. Regeln eingehalten werden. Diese ist nicht größer als in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens und sollte auf Grund der Vorschriften eher geringer sein. Das Ende der Pandemie wird von den Behörden verkündet, wenn es eine genügende Immunität der Bevölkerung gibt, oder der Erreger als ausgerottet gilt. Die Immunität könnte durch einen Impfstoff kommen oder durch Hintergrund- oder erworbene Immunität nach Infektion entstehen. Es könnte auch sein, dass ein Erreger in seiner Gefährlichkeit für die gesamte Bevölkerung herabgestuft wird und auf Risikogruppen eingeschränkt wird. Wenn wir in unserem Praxisteam neuere Informationen erhalten, werden wir sie an dieser Stelle für unsere Patienten einsehbar machen. Nach jüngsten Studien besitzen ca.35% der Erwachsenen, selbst wenn sie noch nie Covid-19 hatten, dennoch natürliche Killerzellen gegen das Virus. Zusammen mit den 17% Jugendlichen der Bevölkerung, die ohnehin keinen schweren Verlauf der Erkrankung haben, sind schon deshalb statistisch bereits über 50% der Bevölkerung nicht besonders gefährdet...Lieb Vaterland magst ruhig sein....

Dr. Ulf Lestiboudois + Praxisteam Zahnmedizin Maienweg 316  


Impfung - Testung - Immunität:

Etwa bis zu 10 % der SARS-CoV-2-Testungen ergeben ein fehlerhaftes Ergebnis (Quelle: International Immunopharmacology 84 (2020) 106519). Das bedeutet entweder Sie sind doch gesund oder Sie sind doch erkrankt, trotz Testung!!                                                                                                                     Etwa 2-10% aller Impfungen gegen Erkrankungen erreichen nicht das gewünschte Immunitätsergebnis (Quelle: Hum Vaccin Immunother v.12(1); 2016 Jan PMC4962729). So wird es vermutlich auch für einen SARS-CoV-2-Impfstoff ausfallen, wenn es ihn denn dann gibt. Das bedeutet, Sie wähnen sich in Sicherheit, sind es aber nicht. Wenn 100% der Bevölkerung geimpft wäre, wäre bei einer neuen Welle und geimpfter Bevölkerung, mit 10% fehlerhafter Ergebnisse die Zahl der SARS-CoV-2-Infizierten, trotz Impfung möglicherweise höher, als es die Durchseuchung der Bevölkerung im Mai 2020 mit ca. 0,2% war. Das ist zwar unwahrscheinlich aber möglich. Ohnehin waren bis Mai 2020 bislang nur bestimmte Risikogruppen und Ausnahmen von einer gefährlichen Lungenentzündung betroffen (0.009% Sterblichkeit bezogen auf die deutsche Bevölkerung).  Staatliche Maßnahmen müssen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit folgen. Vor diesem Hintergrund kann sowohl eine Impfpflicht oder auch ein Immunitätsnachweis für SARS-CoV-2 der Bevölkerung, nur eine unsichere Sicherheit bringen. Es sollte nach meiner Meinung, bei einer Maßnahmen-Empfehlung nur für individuelle Risikogruppen bleiben.


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